Wartungsarme und schadgasfreie Energie zum Mitnehmen

SIQENS präsentiert kompakten Hochtemperatur-Methanol-Brennstoffzellen-Prototypen mit 1kW-Leistung

Die Siqens GmbH, ein junges und hochinnovatives Unternehmen im Bereich Entwicklung und Fertigung netzferner Energiewandler, stellt auf der Messe World of Energy 2014 in Stuttgart erstmals ihren neuen Alpha-Prototypen dem Fachpublikum vor. Der kompakte Prototyp mit 1 kW elektrischer Leistung stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Markteinführung einer neuen Brennstoffzellentechnologie dar. Bei dieser neuartigen Brennstoffzelle ist es erstmals gelungen, das bei hohen Temperaturen flüchtige Methanol für die Energiegewinnung direkt in der Energiewandlereinheit – dem Stack – nutzbar zu machen.

SIQENS ist einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung der neuen Brennstoffzellentechnologie vorangekommen. Bereits 2012 hat das Unternehmen einen f-cell Award für sein neues Konzept einer Hochtemperatur-Methanol-Brennstoffzelle erhalten. Die größten Herausforderungen bei der technischen Umsetzung des Konzeptes und der Vorbereitung der Marktreife lagen damals aber noch vor dem Entwicklungsteam um den Firmengründer und heutigen CTO Volker Harbusch. Anfang Oktober präsentiert SIQENS nun den ersten Prototypen, der die technische Machbarkeit zum ersten Mal in einem kompakten System unter Beweis stellt.

Wirkungsgrad sucht seinesgleichen

Die bisher auf dem Markt erhältlichen Methanol-Brennstoffzellen konnten nur bei niedrigen Temperaturen und mit einem geringen Wirkungsgrad betrieben werden. Alternativ musste über einen sogenannten externen Reformer das Methanol erst in Wasserstoff überführt werden, was auch zu deutlichen Effizienzverlusten geführt hat. SIQENS hingegen wandelt mit seinem neuen Brennstoffzellenkonzept das Methanol zur Energiegewinnung direkt im Stack der Brennstoffzelle in Wasserstoff um.

„Durch die direkte Anbindung der Bildung von Wasserstoff an die eigentliche Brennstoffzellenreaktion können wir die sonst schwer nutzbare Abwärme für die Verbesserung des elektrischen Wirkungsgrads nutzen“, kommentiert Volker Harbusch, CTO von SIQENS, die Neuentwicklung. Der in einem offenen Laboraufbau gemessene elektrische Systemwirkungsgrad von 36 Prozent soll mit dem neuen Prototypen auf über 40 Prozent gesteigert werden. Der kompakte Prototyp leistet über 1 kW und ist eine Vorstufe für die seriennahe Produktreihe, die 2015 auf der Hannover Messe vorgestellt und für SIQENS die wirkliche Markterschließung ermöglichen wird. 

„Wir sind davon überzeugt, mit unserer neuartigen Hochtemperatur-Methanol-Brennstoffzelle in einigen Märkten bisherige technische Konzepte komplett ablösen zu können“, so Dr. Lars Behrend, Geschäftsführer und Vertriebsleiter von SIQENS. In verschiedenen Marktsegmenten – wie beispielsweise dem Freizeitmarkt oder zur netzfernen Energieversorgung von wichtigen Industrieanlagen – gibt es einen hohen Bedarf an wartungsarmen und umweltschonenden Energiewandlern. Zukunftsweisende Energielösungen, die anders als konventionelle Verbrennungsmotoren keine Schadgase und Lärm verursachen, werden das Marktumfeld nachhaltig verändern. „Ein weiterer Vorteil für die Anwender ist, dass im Gegensatz zu konventionellen Wasserstoff-Brennstoffzellen unsere Systeme mit Methanol, einem flüssigen und gut verfügbaren Energieträger, betrieben werden.“ schließt Behrend seine Markteinschätzung ab.

Über SIQENS

SIQENS, gegründet 2012 in München, entwickelt und produziert Methanol-Brennstoffzellen. Die Geräte werden als Alternative zu Dieselgeneratoren verwendet und kommen zur Notstromversorgung, sowie an Orten ohne feste Anbindung ans Stromnetz zum Einsatz.

Das SIQENS Brennstoffzellensystem, der Ecoport, wird mit flüssigem Methanol betrieben. Aus dem Methanol wird im Ecoport Wasserstoff gewonnen. Dieser reagiert mit Sauerstoff und erzeugt so elektrische Energie. Der Ecoport wird mit einer Batterie verbunden und lädt diese bei Bedarf automatisch nach. Angeschlossene elektrische Geräte werden dabei direkt von der Batterie versorgt. Durch patentierte Kreisläufe zur Rückgewinnung von Prozessmedien und Energie läuft das System besonders effizient.

Im Gegensatz zu Dieselgeneratoren sind Brennstoffzellen sparsam, haben kaum Wartungsbedarf und stoßen weder Feinstaub noch Stickoxide, sowie deutlich verringerte CO2-Emissionen aus. Wird Methanol aus regenerativen Quellen verwendet, erfolgt der Betrieb komplett klimaneutral.

Mehr über SIQENS Brennstoffzellen erfahren.

Zurück